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hr1: Sting in Fulda

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Sting spielte in Fulda! Und er kam nicht allein: Am 12. Juli präsentierte hr1 Sting in Begleitung von "Mr. Boombastic" Shaggy.

Bereits auf dem neuen Album „44/876“ war der jamaikanische Rapper sein musikalischer Partner, im Juli 2018 sorgten sie gemeinsam live mit Roots & Reggae für karibisches Flair auf dem Domplatz in Fulda. So wie schon einige Weltstars vor ihnen ...

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Domplatz Fulda

Er ist das Wahrzeichen der Stadt: der Fuldaer Dom. Im Sommer finden auf seinem Vorplatz regelmäßig große Open-Air-Konzerte statt, zum Teil mit internationalen Weltstars.

So haben schon Joe Cocker, José Carreras, Katie Melua, The Hooters, Nena und Deep Purple vor der imposanten Kulisse gespielt. Und im Juli kommen mit Sting und Shaggy zwei weitere Weltstars dazu.
Stings Musikkarriere begann vor mehr als vier Jahrzehnten, allerdings nicht ohne Hürden ...

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Sting

Gordon Matthew Thomas Sumner, so der bürgerliche Name des Sängers Sting, stammt aus dem Nordosten Englands. Dort spielte er zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn mit  lokalen Bands, für die er schon Songs schrieb. Als er 1977, im Alter von 26 Jahren, nach London ging, war der Anfang hart.

Statt Musik zu machen versuchte er sich dort zunächst als Busfahrer, Steuerbeamter, Englischlehrer und Model für Unterwäsche. Als er dann auf Stewart Copeland und Andy Summers traf, markierte das die Geburtsstunde der Band "The Police".

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The Police

Aus den drei Musikerpersönlichkeiten entstand ein charismatisches Trio mit einer beeindruckenden Intensität. Andys musikalisches Können und Stings kompositorische Ideen formten die Songs, Drummer Copeland trieb sie an. The Police führten zum ersten Mal Punk mit Reggae und Ska zusammen. Diese originelle Mischung war neu und enorm erfolgversprechend.

Schon 1980/81 wurden The Police bei den Brit Awards als beste nationale Gruppe geehrt. Zwei Jahre später waren sie weltweit die erfolgreichste Pop-Rock-Band und Gewinner von sechs Grammys.

Doch Sting wollte mehr ...

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1984 löste Sting die Band auf. Fortan will er solo überraschen - und das kann er, was seine 13 Studioalben beweisen.

- In “The Dream Of The Blue Turtles”, Stings erstem Solo-Album (1985), arbeitete er mit den besten von Amerikas jungen, schwarzen Jazz-Musikern zusammen.

- Es folgen Projekte mit Künstlern, die seine Musik  bereichern, zum Beispiel mit der farbigen R&B-Sängerin Mary J. Blige oder mit Cheb Mami, dem algerischen Rai-Star.  
- Sting bietet ein breites Repertoire: Vom jazzigen Pop bis zur Renaissance-Lautenmusik, von Sinfonieorchesterversionen der eigenen Songs bis zu flockig-lockeren Reggae ganz aktuell mit Shaggy.

Sting ist auch sonst für eine Überraschung gut ...

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Sting in Quadrophenia

Schon 1979 hatte Sting sein Kino-Debüt in dem Film "Quadrophenia" produziert von The Who. Sting spielte den Anführer der "Mods", im schmalen Anzug, sehr jung, sehr cool und sehr blond (siehe Foto).  

In dem Sci-Fi-Drama "Dune, der Wüstenplanet" (1984) verkörperte er ein stachelhaariges Großmaul auf der Seite der Bösen und in "The Bride" (1985) brachte er es bis zu einer Hauptrolle.  In "Zoolander 2" (2016), ein Film in dem Prominente auftreten, weil sie prominent sind, tritt Sting als er selbst auf. Das hatte er auch schon in einigen anderen Filmen getan. Die witzigste Version der Selbstdarstellung ist sicher bei den Simpsons, wo er seiner gezeichneten Figur die Stimme leiht und mit den Simpsons zusammen singt.

Doch Sting kann nicht nur singen und schauspielern ...

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Weine von Sting

Außer im britischen Wiltshire hat Sting auch einen Landsitz in der Toskana. Dort lädt er die Dorfbewohner ab und zu zu Privatkonzerten zu sich ein. In den Terrassenboden hat er ein Schachbrett einarbeiten lassen, denn er liebt Schach.
Seine rund 350 Hektar Land bewirtschaftet er biodynamisch und unter Berücksichtigung der Mondphasen. Er produziert Wein, Fleisch und Käse, Honig, Gemüse und Oliven.

Einen Teil seines Vermögens steckt er in soziale und humanitäre Projekte. Schon 1989 gründet er die "Rainforest Foundation", eine Stiftung zum Schutz der südamerikanischen Regenwälder und seiner Völker.

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Shaggy

Shaggy, das heißt englisch so viel wie "Struwwelkopf", ein Name, den sich Orville Richard Burrell schon als ungekämmtes Kind eingehandelt hat. Heute ist es sein weltweit bekannter Künstlername.

Als 18-jähriger ging er nach New York und veröffentlichte zwei Singles, die aber erfolglos blieben. Mit "Oh Carolina" gelang ihm schließlich der Durchbruch. 1995 zementierte sein zweites Album "Boombastic" diesen Erfolg. "Hot Shot" (2000) erreichte in Deutschland, England und USA Nummer 1, aber erst 2008 machte er wieder mit "Feel The Rush", einem Song zur Fußball-EM, von sich reden.

Trotz dieser internationaler Erfolge blieb er seiner Heimat eng verbunden ...

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Shaggy

Auch Mister "Boombastic" engagiert sich für humane Projekte. Vor über zehn Jahren hat er bereits die Shaggy-Foundation gegründet, die vor allem das „Bustamante Hospital for Children“ in Jamaika unterstützt. 255 Million Dollar konnte er bereits spenden. Dafür veranstaltet er ein jährliches Benefizkonzert. 2018 ist Sting mit ihm dort aufgetreten.  

Jamaika ist stolz auf seinen prominenten Sohn. Shaggy ist ein Insulaner, der schwimmt wie ein Stein, der sich selber nicht zu ernst nimmt und der, den Menschen stets ein Lächeln entlockt. Und was verbindet ihn mit Sting?

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Ganz klar: Reggae ist ihre gemeinsame Leidenschaft. Shaggy ist ein Reggae-Star und Sting ist ein Reggae-Fan, schon seit Police-Tagen.  

"Ich kenne Shaggy schon sehr, sehr lange, aber nicht besonders gut", sagt Sting."Vor etwa zwei Jahren saßen wir dann zusammen im Studio, um 'Don’t Make Me Wait' aufzunehmen. Das hat so viel Spaß gemacht und es war so unkompliziert, dass ich dachte, vielleicht sollten wir das wiederholen."

Und das taten sie dann auch ...

Carpool Karaoke mit Sting und Shaggy in der U-Bahn
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Sting & Shaggy

Sting ist so begeistert, dass die beiden ein Jahr später prüfen, ob sich die Leichtigkeit der ersten Zusammenarbeit wiederholen lässt. Nach sechs Wochen sind bereits 20 Songs fertig. Ein Teil davon ist jetzt auf dem gemeinsamen Album "44/876". Dabei steht 44 für die Telefonvorwahl von England und 876 für die von Jamaika.

"Die Lieder", erläutert Sting, "spiegeln unsere Freundschaft, und unseren Blick auf die Welt, was um uns herum vorgeht und wie wir es vielleicht verbessern können. Es gibt zwar einen ernsten Hintergrund aber es ist ein sehr fröhliches Album."

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Sting und Shaggy in Fulda

Auf dem ausverkauften Domplatz begeisterten die beiden Musiker am 12. Juli 2018 ihr Publikum. Sting spielte Songs aus seinem Solo- und Police-Repertoire,  Shaggy performte seine Hits "Boombastic" und "It Wasn't Me".
Mehr Impressionen von dem Konzert finden Sie hier.

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